Airbus A400M FUBAR

Zu allen Problemen, die der Airbus A400M schon hat, sind jetzt zwei neue hinzugekommen. Wie der Leiter der Militärflugzeugsparte von Airbus, Fernando Alonso am 26. Oktober Journalisten erklärte, ist es nicht möglich, mit der Tankerversion des A400 Hubschrauber zu betanken. Der Grund ist die Leitwerkskonstruktion und der Umstand, dass es keine Betankungsschläuche gibt, die lang genug wären, damit auch Hubschrauber am A400 auftanken könnten. Besonders das Leitwerk stellt laut Alonso eine Gefahr für Hubschrauberpiloten dar, die aus ihrer Betankungsposition dieses als T ausgeführte Leitwerk nicht sehen können. Während das problem der zu kurzen Schläuche sich eventuell lösen lässt, ist das T-Leitwerk ein Kernmerkmal der Konstruktion des A400M und lässt sich sicher nicht ändern.

Ebenso gravierend scheint das zweite Problem zu sein, das Alonso beschrieb. In der Konfiguration zum Absetzen von Fallschirmjägern kann beim A400M nur eine der zwei hinteren Seitentüren benutzt werden. Der Grund: Werden beide Türen geöffnet, so verändert sich die Aerodynamik des A400M in Rumpfnähe derart, dass aus den Türen springende Soldaten unter den Rumpf gesaugt werden und dort miteinander kollidieren.

Das Problem: Sämtliche taktischen Szenarios zum Absetzen einer großen Zahl an Fallschirmjägern sehen vor, dass beide Türen benutzt werden, da sich sonst die Truppen bei der Landung über eine zu große Fläche verteilt haben.

Es ist alles nur geklaut …

D 646 Latouche Treville - YouTube_2015-09-02_14-04-12 PLAN video

 

Einen dreisten Fall von Copyright-Piraterie hat sich die chinesische Marine (PLAN) geleistet. Im jüngsten Werbevideo taucht eine Zwei-Sekunden-Sequenz auf, die nicht nur einer Sequenz aus einem französischen Marinevideo verblüffend ähnelt, sondern schlicht geklaut ist. Das geklaute PLAN-Video und das Original der französichen Marine Nationale. Die genauen Ansteuerzeiten: PLAN 0:49 bis 0:51, Marine Nationale 1:43 – 1:47. Eine zweite, wenn auch sehr kurze geklaute Sequenz findet sich beim PLAN-Video bei 2:59, das Original der Marine Nationale bei 2:07. Auch die Musik des PLAN-Videos erinnert fatal an ein uraltes Werbevideo der US-Marine.

 

 

BUFFs to the Baltics

b-52 MITO

Wie das Luftfahrtblog The Aviationist meldet, haben die USA drei Bomber vom Typ B-52 auf die britische Luftwaffenbasis Fairford verlegt. Die auch als BUFFs (Big Ugly Fat Fellow) bezeichneten Bomber stammen von den strategischen US-Luftwaffenbasen Barskdale in Louisiana und Minot in North Dakota (derzeit auf der Ellsworth Air Force Base, South Dakota stationiert). Nach ofizieller Darstellung sollen die drei Langstreckenbomber Trainingsmissionen ausführen um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Ein für diese Mission erstelltes Patch legt jedoch nahe, dass die Bomber an der Übung BALTOPS 2014 vom 6. bis 21. Juni in der Ostsee teilnehmen sollen und danach auch Teilnehmer der Übung Saber Strike 2014 zur Verteidigung der drei baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen sind. Nach Gerüchten, die The Aviationist zitiert, sollen in den nächsten Tagen weitere B-52 nach Fairford verlegt werden. Der Focus der US-Sicherheitspolitik hat sich verschoben. Das Baltikum wird zum neuen Brennpunkt.

Koinzidenz

Am 2. juni 1967 starb der Student Benno Ohnesorg durch die Kugel des Polizisten Karl-Heinz Kurras. Ohnesorg nahm an einer Demonstration gegeh den Schah von Persien teil, der Deutschland besuchte. Ohnesorg verhielt sich friedlich und wurde von Kurras aus nächster Nähe erschossen. Neue Ermittlungen ergaben 2009, dass Kurras 1967 inoffizieller Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit gewesen war. Sie ergaben außerdem, dass er auf Ohnesorg ohne Auftrag, unbedrängt und wahrscheinlich gezielt geschossen hatte.

Das Foto des sterbenden Benno Ohnesorg ging um die Welt. Es wurde eine Ikone der 68er Bewegung, ein Symbol für den Obrigkeitsstaat, der alle tötet, die gegen die herrschenden Verhältnisse protestieren. Das Bild, gänzlich uninszeniert, aber hat einen Vorläufer, der ihm bis auf die Einzelheiten der Personen gleicht:

 

Benno-Ohnesorg-klein Kreuzabnahme

 

Die Kreuzabnahme Jesu Christi (hier: Raffael, Baglioni-Altar, Haupttafel)

 

R.I.P. MH370

Mit der heutigen Nachricht, dass die Suche nach Wrackteilen des verschollenen Fluges MH370 per Mini-U-Boot eingestellt wird, schließt sich die See wohl endgültig über dem Schicksal der 239 vermissten Menschen. Die Suche war von Anfang an hoffnungslos und sollte wohl der Natur der Sache nach fehlschlagen.

Dennoch halte ich es für an der Zeit, wenigstens das niederzuschreiben, was mir hinterbracht wurde und was ich zusammen mit ungenannt bleibenden Quellen für den sehr wahrscheinlichen Hintergrund des rätselhaften Verschwindens halte.

Ungefähr zwei Wochen nach dem Verschwinden von Flug MH370 kam mir der Gedanke, dass mehr hinter diesem vermeintlichen Unglück stecken könnte, als sich dem Auge erschließt. Als mögliches Szenario kam mir in den Sinn, dass MH370 eine Fracht an Bord gehabt haben könnte, die zwar offiziell für China bestimmt gewesen war, jedoch tatsächlich in ein Drittland umgeleitet werden sollte. Eine Fracht von so großer Bedeutung für ein oder mehrere Drittländer (Iran, Birma, Nordkorea) dass sich das Verbrechen lohnte, einen Piloten (oder beide) dazu zu bringen, die Maschine umzuleiten und 239 Menschen zu ermorden.

Meine Idee erwies sich jedoch als falsch oder halb falsch und halb richtig, nachdem ich sie mit einer meiner Quellen besprochen hatte. Diese Quelle, die über sehr weitreichende Kontakt verfügt, die ich nicht kenne, die jedoch die Welt seit Jahrzehnten umspannen und auch in Bereiche reichen, in die kein Licht fallen soll, äußerte sich zu meiner Idee anfänglich so: „Möglich, aber weit, weit hergeholt.“ Nach einigen Tagen erhielt ich jedoch einen Anruf dieser Quelle, die mir erklärte, nach Gesprächen sei es nun „sehr wahrscheinlich“, dass MH370 eine Fracht an Bord hatte, die für China bestimmt war, dort jedoch unter gar keinen Umständen ankommen durfte. Das Flugzeug, das ebenso fernsteuerbar sei wie eine Drohne, sei aus der Ferne umgeleitet worden, um in der Welteinsamkeit des südlichen Indischen Ozeans in Tiefen versenkt zu werden, in die nur eine Nation dieser Welt mit Tauchfahrzeugen vordringen kann. Und diese Nation hat sich an der späteren Suche nicht beteiligt. Über die Natur der Fracht lässt sich nur spekulieren, „etwas nukleares“ war es wohl eher nicht, sondern vermutlich Technologie, ein technisches Kernstück einer Weltmacht.

Meine Quelle wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es ein Land in dieser Angelegenheit gibt, dass, obwohl ihm alle  Möglichkeiten der elektronischen Aufklärung, der technischen Erfassung und alle Ressourcen zur Suche zur Verfügung standen, sich nicht an der Suche beteiligt hat. Der Indische Ozean ist das Gebiet der 7. Flotte, es gibt Schiffe wie die Glomar Explorer (deren weitaus fähigere Nachfolger wir nicht kennen), es gibt das weltweite Abhörsystem der NSA und das Unterwasserhorchsystem SOSUS und es gibt Späh-Satelliten, deren Auflösung inzwischen im Millimeter-Bereich liegt. Satellitenaufnahmen möglicher Wrackteile, in der Auflösung wie sie der Welt präsentiert wurden, sind eine Frechheit! Spionagesatelliten könnten die Serienummern auf Wrackteilen lesen und dies online übermitteln über Bandbreiten, die die 100 Gb/sek schon lange überschritten haben.

Wer bitteschön glaubt, dass ein in die Irre fliegendes Verkehrsflugzeug in einem Gebiet von vitalem Interesse für eine Weltmacht über acht Stunden unentdeckt und von niemandem beachtet dort herumfliegen kann? Ich nicht.

Leider gibt es keinen einzigen Beweis für dieses Szenario und wird auch nie einen geben, das liegt in der Natur der Sache.

R.I.P. MH370

 

 

Keine Iraner im Nordatlantik

Vermutlich zum Glück für alle Beteiligten hat die iranische Marine ihr Vorhaben, mit zwei Schiffen im Nordatlantik Präsenz zu zeigen, gestrichen. Bilder über die Reling kotzender iranischer Seeleute und steuerlos in wilden Atlantik-Stürmen treibender iranischer Schiffe werden uns also erspart bleiben. Still und leise sind beide Schiffe, die Fregatte “Sabalan” und der Versorger “Kharg”, die vom iranischen Oberkommando hochtrabend als „29. Flottille“ bezeichnet wurden, Ende März in ihre Heimathäfen zurückgedampft. Ihre Seereise, ursprünglich auf mindestens 25.000 Seemeilen projektiert, endete nach 4.900 Seemeilen. Das ist ziemlich genau die Strecke, die man verfährt, wenn man den Persischen Golf verlässt, rund um die arabische Halbinsel ins Rote Meer und wieder nach Hause fährt. Ein Bootsausflug in die Nachbarschaft sozusagen.

Ende Februar fragte ein iranischer Reporter Irans Konteradmiral Habibollah Sayyari nach dem Stand der Pläne für eine Überquerung des Atlantik. „Es wird getan werden“, erklärte dieser tapfer. Irgendwann, irgendwie …

Iraner im Nordatlantik

Wie das Strategie-Portal Stratfor meldet, sollen eine Fregatte und ein Versorgungsschiff der iranischen Marine am 8. Februar Richtung Nordatlantik ausgelaufen sein. Jawohl, es handelt sich nicht um einen Tippfehler: N O R D A T L A N T I K. Die Schiffe, die Fregatte „Sabalan“ und der Versorger „Kharg“, sollen eine 25.000 Seemeilen lange Reise ums Kap der Guten Hoffnung bis in den Nordatlantik nahe US-amerikanischer Hoheitsgewässer bewältigen.

Die Sabalan ist eine alte britische Fregatte vom Typ Vosper Mk5 und mit 1.540 Tonnen Verdrängung (zum Vergleich: die deutschen Fregatten vom Typ  F124 Sachsen-Klasse haben eine Verdrängung von 5.800 Tonnen) im internationalen Vergleich eine Nussschale von nicht einmal 95 Metern Länge. Das Schiff lief 1969 auf einer britischen Werft vom Stapel und ist eigentlich völlig ungeeignet für eine derart lange Reise. Selbst mit Unterstützung des Versorgers operiert die Sabalan auf dieser Reise weit außerhalb ihrer Möglichkeiten.

Und die lange Anreise ist ja nur der Anfang. Bei dem Gedanken, dass iranische Seeleute nach einer solchen Reise noch im Nordatlantik herumschippern – der auch heute noch britischen und amerikanischen Zerstörerfahrern zusetzt – kann einem schon schlecht werden. Der Nordatlantik hat Wellen und Witterungsbedingungen zu bieten, die weit außerhalb der Vorstellungskraft jedes iranischen Matrosen oder Seeoffiziers liegen. Nach spätestens einer Woche dürfte die iranische Mini-Flottille so fertig sein, dass sie in Seenot geraten wird.  Allerdings ist ohnehin fraglich, ob sie je ankommen wird. Die Sabalan war während des Iran-Irak-Krieges 1988 von einem US-Bomber angegriffen und bombardiert wurden. Dabei traf eine lasergelenkte Bombe die Sabalan so, dass ihr Kiel brach. Die US-Schiffe ließen danach zu, dass iranische Schlepper das zerstörte Schiff zurück in den Hafen schleppten, wo sie in den Folgejahren repariert wurde.