Offiziell: Deutsche Patriots in die Türkei

Jetzt ist es offiziell: Deutsche Patriot-Batterien für die Türkei.

Dies hatte sich ja schon vor zwei Wochen angedeutet, als die Nachricht von der Anforderung die Runde machte. Fragt sich nur noch, welchem Zweck sie dienen sollen. Auch bis heute hat Syrien die Türkei weder mit Kampfflugzeugen noch mit ballistischen Raketen angegriffen.
Damit bleibt die Spekulation, dass die Patriots anfliegende iranische Shahab-3 abwehren sollen, falls die USA den Iran angreifen und dieser mit Raketen Vergeltung üben will. Es nährt auch die Spekulation, die Isarelis könnten bei einem eigenen Angriff die Nordroute entlang der syrisch-türkischen Grenze nehmen.

 

 

 

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Irans Atomanlagen: Die Angriffs-Anzeichen verdichten sich

David Rothkopf, ein früherer Mitarbeiter der Clinton-Regierung hat jetzt offen ausgesprochen, was sich seit längerem andeutet: Die USA und Israel planen einen begrenzten Angriff auf die Uran-Separationsanlagen in Iran.

Militärisch sagt Rothkopf nichts Neues: Israel sei nicht in der Lage, allein Bomben mit der nötigen Durchschlagskraft ins Ziel zu bringen, der Angriff würde mit bemannten Luftfahrzeugen und Drohnen geführt und soll im Idealfall wenige Stunden und ungünstigstenfalls „einige Tage“ dauern.

Auch der Hinweis, dass ein begrenzter Militärschlag für Obamas Regierung politisch am ehesten zu verkraften sei, ist nicht neu. All diese Zutaten sind bekannt. Die immer rührige WWW-Gerüchteküche bringt allerdings etwas Schärfe in das Menü: Noch vor den US-Wahlen im November soll danach der Angriff erfolgen.

Das könnte auch Israels Ministerpräsident Netanjahu ins Konzept passen. Der sonnt sich gerade in guten Umfragewerten und plant deshalb, die Parlamentswahlen in Israel auf Anfang 2013 vorzuverlegen. Da würde ein erfolgreicher Schlag gegen Iran gut ins Konzept passen. Und er könnte auch die Scharte auswetzen, die er sich mit seinem wenig erfolgreichen Auftritt vor der UN-Vollversammlung eingehandelt hatte.

Ansturm auf US-Dollar in Iran

Der Rial, die offizielle Währung des Iran, hat in den vergangenen Wochen drastisch an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. War der Abstieg des Rial bislang ein steiler Sinkflug, so entwickelt er sich jetzt zum Absturz.

Im September 2011 handelte der Rial noch mit 12.000 für einen US-Dollar. Am Freitag vergangener Woche stand der Kurs bei 27.200 zu eins. Über das letzte Wochenende hat sich die Lage noch einmal verschärft: Am Sonntag sackte der Rial auf 29.350 zu eins gegenüber dem US-Dollar und verlor von Sonntag auf den heutigen Montag noch einmal 16 Prozent an Wert mit einem Wechselkurs von 35.000 zu eins, so berichtet das Blog Uskowi on Iran.

Den Wechselstuben scheinen inzwischen die Dollars auszugehen, viele haben begonnen, früher zu schließen als üblich, Menschen sammeln sich auf der Manoochehri Road und dem Istanbul-Platz. Die Preise für Nahrungsmittel, Konsumartikel und Rohstoffe steigen inzwischen täglich.

Update: Am Dienstag, den 2. Oktober, wechselte ein US-Dollar für 45.000 Rial! Seit Jahresbeginn hat die Währung damit fast vier Fünftel ihres Wertes verloren. Die Inflation gibt die Regierung mit 25 Prozent an. Irans Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad macht natürlich den Westen für die Wirtschafts- und Währungskrise verantwortlich.

 

Update 2: Wegen des Währungsverfalls ist es im Iran erstmals zu Ausschreitungen gekommen, berichtet die Tagesschau.