„… a little bit of history repeating“

„They say the next big thing is here, That the revolution’s near, But to me it seems quite clear, That it’s all just a little bit of history repeating“. Was aber haben Shirley Bassey und die Propellerheads mit dem Iran, Mahmud Ahmadinedschad und Esfandiar Rahim Mashaei zu tun? Vermutlich ebenso viel wie Wladimir Putin und Dmitri Medwedew. Die Story ist nämlich dieselbe: Ein Präsident, der abtreten muss, weil es die Verfassung so vorsieht, schiebt seinen besten Freund als Marionette Nachfolger vor, um selber weiter an den Strippen zu ziehen. Von Russland lernen, heißt siegen lernen, hat sich der kleine Ahmadindschihad vermutlich gedacht …

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KKW Buschehr bald wieder am Netz

Das im Oktober vorübergehend stillgelegte Kernkraftwerk Buschehr wird bald wieder ans Netz gehen. Dies hat der Direktor der Atomenergieorganistaion von Iran, Fereydoon Abbasi, mitgeteilt. Das KKW war im Oktober stillgelegt worden, weil im Reaktordruckgefäß Bolzen und Schweißrückstände entdeckt worden waren, die, so Abbasi, zu „abnormalen Werten“ geführt hätten. Um die Baureste zu entfernen, mussten auch die Brennstäbe entnommen werden.

Dazu stellen sich zwei Fragen: 1. Wie lange waren die Brennstäbe bereits im Reaktor und welche Menge an Plutonium239 enthalten sie? 2. Werden alle entnommenen Brennstäbe wieder eingesetzt oder werden auch neue, bislang unbestrahlte Brennelemente, eingesetzt?

Hintergrund: Wenn die entnommenen Brennstäbe nicht zu lange bestrahlt wurden, könnte der Anteil an 239Pu hoch genug und die Verunreinigung mit 240Pu gering genug sein, um aus den Brennstäben bombenfähiges Plutonium mit einer Reinheit von 93 Prozent 239Pu oder besser, so genanntes „supergrade Plutonium“ zu gewinnen.

Iran bestätigt Waffenhilfe für Hamas

Iran hat erstmals öffentlich zugegeben, die palästinensische Terrororganisation Hamas mit Waffen zu versorgen. Allerdings bestreitet Teheran, die Fajr-5-Raketen geliefert zu haben, mit denen die Hamas Israel angegriffen hat. Man habe die Technologie an die Hamas geliefert, die diese Raketen nun selbst herstelle, erklärte der Oberkommandierende der Revolutionären Garden, General Mohammad Ali Jafari der iranischen Nachrichtenagentur ISNA. Dies berichtet das Blog „The Great Day of Annihilation“ unter Verweis auf Russia Today.

Wie weit diese Behauptung der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht feststellen. Die Fajr-5 ist im internationalen Vergleich zwar ein anspruchsloses Raketenmodell, aber definitiv nichts, was sich in Hinterhofwerkstätten im gazastreifen in handarbeit herstellen ließe.

Neue Raketenlieferung für Hamas?

Der russische Fernsehsender Russia Today hat unter Berufung auf die israelische Seite DEBKAfiles gemeldet, ein iranischer Frachter mit 50 zerlegten Fajr-5-Raketen sei auf dem Weg nach Gaza. Der – eher kleine – 150-Tonnen-Frachter sei am Sonntag, den 18. November aus Bandar Abbas aufgebrochen. Das Schiff, so DEBKA, sei die „Vali-e Asr“ der staatlichen iranischen Reederei. Es habe jedoch bald nach Verlassen des Hafen seinen Namen auf  „Cargo Star“ mit Heimathafen Tuvalu geändert (ein Check bei Marinetraffic verlief jedoch ergebnislos). Das Schiff soll im Meer vor Port Sudan von vier Booten erwartet werden, auf die die Fracht umgeladen werden soll. Von dort sollen die Raketenteile entweder im Sudan eingelagert oder über ägyptische Schmuggelboote weiter in den Sinai gebracht und dort über die „Tunnel-Grenze“ in den Gazastreifen geschmuggelt werden. Vorsicht ist jedoch bei der Quelle dieser Informationen angebracht: DEBKAfiles gilt als PR-Postille des Mossad.

Die Fajr: Ein Gruß aus Teheran

Israel hat bei Angriffen im Gazastreifen mehrere Depots der Hamas für iranische Raketen zerstört. Die offenbar erst kürzlich von der Hamas erworbenen Raketen vom Typ Fajr-5 haben die Terrororganisation erstmals seit Beginn des Krieges in die Lage versetzt, die israelische Hauptstadt Tel Aviv direkt treffen zu können.

Ein von der Israelischen Armee am Tag der ersten Angriffe auf Youtube verbreitetes Video soll Hamas-Mitglieder dabei zeigen, wie sie eine iranische Fajr-5-Rakete von einem Lastwagen in eine unterirdische Feuerstellung verladen. Die 1000 Kilogramm schwere und sechseinhalb Meter lange Rakete kann einen 90 Kilogramm schweren Sprengkopf 75 Kilometer weit befördern.

Der Besitz der Fajr-5 bedeutet für die Hamas eine gänzlich neue Qualität im Kampf gegen Israel. Zwar besitzt auch die im Libanon operierende Hisbollah Raketen dieses Typs, sie war aber bislang aufgrund der Entfernung zu Tel Aviv nicht in der Lage, mit diesen Raketen die israelische Hauptstadt zu treffen. Vom Gazastreifen hingegen wäre dies möglich. Statt der vergleichsweise dünn besiedelten israelischen Gebiete um den Gazastreifen wäre damit der Großraum Tel Aviv bedroht gewesen, ein Ballungsgebiet mit mehr als 3,2 Millionen Einwohnern.

Fajr-5 Made in Sudan

Behauptungen der Hamas, sie stelle die Fajr-5 selbst her, sind wenig glaubhaft. Die Rakete ist zwar ein eher einfaches Design aus chinesischer Produktion in den 1990er Jahren, dennoch ist sie für die technischen Fähigkeiten der Hamas bei weitem zu anspruchsvoll. Viel wahrscheinlicher ist, dass Iran die Produktion der Raketen für Exportzwecke ausgelagert hatte und zwar nach Sudan. Dort war im Oktober bei Khartoum der Fabrikkomplex Jarmuk von unbekannten Kampfflugzeugen bombardiert worden und eindrucksvoll explodiert. Die sudanische Regioerung hatte Isarel beschuldigt, aber keine Angaben über die Art der in der Fabrik produzierten Waffen gemacht. Die Sudan-Connection besteht offenbar schon länger: 2009 hatte israelische Kampflugzeuge einen Konvoi von 17 LKW mit Waffen aus Sudan Richtung Gazastreifen bombardiert, 2011 griffen israelische Kampfjets einen Einkäufer der Hamas bei Port Sudan an und töteten ihn.

Offiziell: Deutsche Patriots in die Türkei

Jetzt ist es offiziell: Deutsche Patriot-Batterien für die Türkei.

Dies hatte sich ja schon vor zwei Wochen angedeutet, als die Nachricht von der Anforderung die Runde machte. Fragt sich nur noch, welchem Zweck sie dienen sollen. Auch bis heute hat Syrien die Türkei weder mit Kampfflugzeugen noch mit ballistischen Raketen angegriffen.
Damit bleibt die Spekulation, dass die Patriots anfliegende iranische Shahab-3 abwehren sollen, falls die USA den Iran angreifen und dieser mit Raketen Vergeltung üben will. Es nährt auch die Spekulation, die Isarelis könnten bei einem eigenen Angriff die Nordroute entlang der syrisch-türkischen Grenze nehmen.

 

 

 

Import von Luxusgütern in Iran verboten

Die iranische Regierung hat am 9. November ein Importverbot für eine ganze Reihe von Luxus- und Konsumgütern verhängt. Nach Angaben der Zeitung Iran Daily hofft Teheran damit jährlich rund vier Milliarden US-Dollar an Devisen einsparen zu können. Die Staatskassen sind leer, weil die Sanktionen gegen Iran zu einem drastischen Rückgang der Ölexporte geführt haben. Von durchschnittlich 2,5 Millionen Barrel pro Tag sanken die Ölexporte auf zuletzt knapp über eine Million Barrel pro Tag. Die ganze Liste gibt es hier.