Neue Raketenlieferung für Hamas?

Der russische Fernsehsender Russia Today hat unter Berufung auf die israelische Seite DEBKAfiles gemeldet, ein iranischer Frachter mit 50 zerlegten Fajr-5-Raketen sei auf dem Weg nach Gaza. Der – eher kleine – 150-Tonnen-Frachter sei am Sonntag, den 18. November aus Bandar Abbas aufgebrochen. Das Schiff, so DEBKA, sei die „Vali-e Asr“ der staatlichen iranischen Reederei. Es habe jedoch bald nach Verlassen des Hafen seinen Namen auf  „Cargo Star“ mit Heimathafen Tuvalu geändert (ein Check bei Marinetraffic verlief jedoch ergebnislos). Das Schiff soll im Meer vor Port Sudan von vier Booten erwartet werden, auf die die Fracht umgeladen werden soll. Von dort sollen die Raketenteile entweder im Sudan eingelagert oder über ägyptische Schmuggelboote weiter in den Sinai gebracht und dort über die „Tunnel-Grenze“ in den Gazastreifen geschmuggelt werden. Vorsicht ist jedoch bei der Quelle dieser Informationen angebracht: DEBKAfiles gilt als PR-Postille des Mossad.

Iron Dome Produzent macht Überstunden

Der israelische Hersteller des Raketenabwehrsystems Iron Dome, Rafael Defence Works, arbeitet jetzt in 24-Stunden-Schichten. Wie Unternehmenssprecher im Internet-Dienst Defence News mitteilten, werde jetzt im Dreischichtsystem auch am Wochenende gearbeitet, um dem Bedarf nach weiteren Iron-Dome-Einheiten nachzukommen. Am vergangenen Wochenende wurde eine fünfte Batterie bei Tel Aviv aufgestellt. Mit Hochdruck wird nun an der so genannten „Block 2“-Verbesserung dieser Batterie gearbeitet.  Damit soll vor allem die Fähigkeit von Iron Dome verbessert werden, auf ganze Raketensalven zu reagieren. Möglich gemacht hat diesen Rush offenbar eine Zahlung von 205 Millionen US-Dollar aus Washington.