Die Sache mit den Atombomben

Während die Töne aus Pjöngjang immer schriller werden, Medien gerne und viel vom „Atomwaffen-Staat Nordkorea“ reden und spekulieren, mit welchen Raketen Nordkorea die USA oder US-Stützpunkte erreichen könnte, wird eines leider häufig übersehen: Der Umstand, dass Nordkorea mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen einzigen erfolgreichen Atomtest zuwege gebracht hat und der Umstand, dass Nordkorea mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine einzige Kernsprengladung besitzt, geschweige denn eine echte Atombombe.

Aber hat nicht Nordkorea drei Atomtests durchgeführt?

Richtig ist: Nordkorea hat behauptet, drei Atomtests durchgeführt zu haben. Davon war aber vermutlich nur der erste, am 9. Oktober 2006, tatsächlich ein – wenn auch gescheiterter – Kernwaffentest.  Es handelte sich dabei höchstwahrscheinlich um eine Plutonium-Implosions-Vorrichtung, da Nordkorea zu diesem Zeitpunkt mit hoher Wahrscheinlichkeit lediglich waffenfähiges Plutonium und kein oder bei weitem nicht genug hochangereichertes (>90% 235U) Uran besaß.  Die Sprengvorrichtung generierte laut internationaler Schätzungen eine Leistung von 550 Tonnen TNT-Äquivalent, also eine gute halbe Kilotonne. Dies allerdings entspricht ziemlich genau einem so genannten „nuclear fizzle“, einer Verpuffung, die dann entsteht, wenn die komprimierte Plutoniummasse nicht lange genug (ungefähr nur 55 Neutronengenerationen oder „shakes“) eingeschlossen werden kann und eine der Einschlussformen (Schwadeneinschluss, statischer Einschluss, Strahlungseinschluss) nicht funktioniert oder der Alpha-N-Initiator nicht oder falsch funktioniert.

Der erste Test war mithin ein Fehlschlag, das Design fehlerhaft. Immerhin konnten nach dem Test durch die CTBTO (Comprehensive Test Ban Treaty Organisation) Spuren des radioaktiven Edelgases 135-Xenon in der Atmosphäre detektiert werden, ein Edelgas-Isotop, das nur bei Kernspaltungen entsteht.

Beim zweiten Test, am 25. Mai 2009, wurden wiederum Erderschütterungen gemessen, die laut Nordkorea durch einen unterirdischen Atomtest hervorgerufen wurden. Russische Messstationen schätzten die Sprengkraft auf rund 20 Kilotonnen TNT-Äquivalent, was jedoch unglaubwürdig blieb, da das russiche Messnetz für derartige Events schlecht bis nicht existent ist. Die glaubwürdigste Schätzung lieferte Liang Feng Zhao von der Amerikanischen Seismologischen Gesellschaft, der die Sprengkraft auf nur ein Zehntel dessen, bei etwa 2,35 Kilotonnen einsortierte. Signifikant bei diesem Test war aber auch, dass alle Messungen nach radioaktiven Edelgasen, speziell 135Xe, vergeblich waren. Es gelang weder der CTBTO noch anderen Messstationen irgendwelche Spuren zu finden. Ob die USA, die selbst ein Messnetz – das Nuclear Detonation Detection System USNDS – unterhalten, das als das beste und größte gilt, Spuren feststellen konnten, ist nicht bekannt. Messergebnisse der US-Flüge zur Sammlung von Atmosphärenproben oder Messergebnisse des USNDS wurden nie veröffentlicht.

Das Fehlen entsprechender radioaktiver „Footprints“ erklärte Nordkorea nachträglich damit, eine Methode entwickelt zu haben, alle Folgeprodukte unterirdischer Tests unter Tage zu halten. Dies wurde auch in einem fiktionalen nordkoreanischen Spielfilm thematisiert, dessen Bilder später als authentische Aufnahmen des zweiten Tests verkauft wurden.

Eine wesentlich andere Erklärung für den zweiten Test hat hingegen Geoffrey Forden vom MIT vorgeschlagen. In einem Beitrag für das renommierte Arms Control Wonk beschrieb er 2009 wie sich eine unterirdische Atomexplosion mit gut 2500 Tonnen konventionellen Sprengstoffs, den man monatelang unauffällig mit Lastwagen heranschafft, die ohnehin an der Baustelle benötigt würden, simulieren lässt.

Beim dritten so genannten Atomtest Nordkoreas am 12. Februar 2013  ist die Sachlage nun ähnlich. Auch dieses Mal konnte eine Erderschütterung registriert werden, von der Pjöngjang behauptet, sie sei durch einen Atomtest verursacht. Die Sprengkraft wurde auf sechs bis sieben Kilotonnen TNT-Äquivalent geschätzt. Allerdings konnten auch dieses Mal keinerlei Spuren radioaktiver Edelgas-Isotope gemessen werden. Die USA hielten sich mit Bewertungen und Messwerten wieder zurück, obwohl sie das bei weitem beste Messnetz besitzen (warum, dazu mehr in einem der kommenden Posts).

Neuen Zündstoff hat nun wieder der jüngste Newsletter „Trust and Verify“ der Verifikationsorganistaion VERTIC (Verification Research, Training and Information Centre) geliefert. Gestützt auf Messdaten des CTBTO-Infraschall-Messnetzwerkes diskutieren die VERTIC-Experten Stärke und Ursache des jüngsten Erdstoßes. Dabei greifen sie Idee einer Explosion konventioneller Sprengstoffe wieder auf, was in Fachkreisen für große Aufmerksamkeit sorgte. Ausdrücklich schließt VERTIC die Möglichkeit einer Detonation konventioneller Sprengstoffe nicht aus und verweist zudem auf das Fehlen jeder 135Xe-Spur.

DAS ist Hardware …

Fünf Flugzeugträger in Norfolk

Fünf Flugzeugträger in Norfolk (Quelle: US-Navy)

Es wird lange dauern – wenn es denn überhaupt je dazu kommt – bevor es einen vergleichbaren Anblick in einem chinesischen Kriegshafen zu bewundern gibt.  Die Aufnahme vom 20. Dezember zeigt – von vorne nach hinten – die USS  Dwight D. Eisenhower (CVN 69), USS George H.W. Bush (CVN 77), USS Enterprise (CVN 65), USS Harry S. Truman (CVN 75), und die USS Abraham Lincoln (CVN 72).

Hinzu kommen vier große amphibische Landungsschiffe: die USS Bataan (LHD-5),  USS Wasp (LHD-1), USS Kearsarge (LHD-3) und die USS Iwo Jima (LHD-7) sowie zwei amphibische Transport Docks der San-Antonio-Klasse, neun Aegis-Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse und zwei Aegis-Kreuzer vom Typ Ticonderoga.  Allein dieses Flottenaufgebot reichte den USA, um mühelos die gesamte chinesische Marine zu versenken.

Offiziell: Deutsche Patriots in die Türkei

Jetzt ist es offiziell: Deutsche Patriot-Batterien für die Türkei.

Dies hatte sich ja schon vor zwei Wochen angedeutet, als die Nachricht von der Anforderung die Runde machte. Fragt sich nur noch, welchem Zweck sie dienen sollen. Auch bis heute hat Syrien die Türkei weder mit Kampfflugzeugen noch mit ballistischen Raketen angegriffen.
Damit bleibt die Spekulation, dass die Patriots anfliegende iranische Shahab-3 abwehren sollen, falls die USA den Iran angreifen und dieser mit Raketen Vergeltung üben will. Es nährt auch die Spekulation, die Isarelis könnten bei einem eigenen Angriff die Nordroute entlang der syrisch-türkischen Grenze nehmen.

 

 

 

Groß-Manöver der iranischen Luftwaffe

Irans Luftwaffe hat am Montag mit der nach offizieller Darstellung größten Übung ihrer Geschichte begonnen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Beteiligt seien daran rund 8000 Soldaten, Bomber, Kampfflugzeuge und Raketeneinheiten. Das Manöver soll sich auf mehr als die Hälfte des iranischen Staatsgebietes erstrecken. Ziel der siebentägigen Übung ist ein Test der Luftabwehrkapazität der iranischen Luftwaffe berichtet Uskowi on Iran.

Deutsche Patriot-Raketen in die Türkei?

Gestern berichtete „Rheinhesse“:

Die NATO bereitet offenbar Größeres vor. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu erklärte heute gegenüber türkischen Medien, die NATO stationiere PATRIOT-Systeme in seinem Land. Da niemand mit Patriots auf vereinzelte syrische Artilleriegranaten schießen wird (was eine ganz neue Qualität von ‘mit Kanonen auf Spatzen schießen’ wäre), geht es offensichtlich doch darum, die Türkei für den Fall eines Luftschlages gegen Atomanlagen in Iran flugabwehrtechnisch zu ertüchtigen. Israel ist ja schon entsprechend versorgt. Kein Wunder – die US-Wahl ist ja seit ein paar Stunden entschieden …

Dazu ein Update: Auch mit Deutschland wird vermutlich über die Entsendung von Patriot-Systemen gesprochen. Innerhalb der NATO betreiben nur die USA, Deutschland, die Niederlande und Griechenland Patriot-Systeme. Da die Griechen vermutlich ausscheiden, die USA schon in Israel, Katar und den VAE recht exponiert sind, dürften Gespräche derzeit nur mit Deutschland und den Niederlanden stattfinden. Dies berichtet Augen geradeaus.

Update 2: Der türkische Staatspräsident Abdullah Gul hat sich jetzt offiziell zum Thema Patriot-Stationierung geäußert, berichtet Reuters:

Speaking to reporters on Thursday, Gul said Turkey had no intention of going to war with Syria but that it wanted to take steps against any possible threat from its southern neighbor.

„When these type of potential dangers are out there, all the necessary precautions are taken. One of these precautions is to take measures to counter ballistic missiles, medium and short-range missiles,“ Gul told reporters.

Auffallend ist, dass Gul nur von einer Bedrohung durch Raketen spricht. Raketen, die Syrien bislang nie gegen die Türkei eingesetzt hat, weder vorsätzlich noch irrtümlich.

Britische Kampfjets an den Golf?

Großbritannien erwägt nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Independent“ die Entsendung von Kampfjets vom Typ „Typhoon“ an den Persischen Golf. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen, berichtet das Blatt. Premierminister David Cameron diskutiere dies derzeit mit der Regierung der Vereinigten Arabische Emirate (VAE), auf deren Luftwaffenbasis Al-Dhafra die Maschinen stioniert würden. das britische Verteidigungsministerium erklärte dazu, bei dem Vorschlag handele es sich um eine routinemäßige Stationierung im Rahmen periodisch stattfindender Übungen. Dies habe nichts mit dem iranischen Atomprogramm zu tun.

Auf der riesigen Luftwaffenbasis Al-Dhafra sind bereits französische Mirage Kampfjets und der 380th Air Expeditionary Wing der US Air Force stationiert. Auf aktuellen Luftaufnahmen sind zahlreiche Tankflugzeuge vom Typ KC-10 und AWACS-Maschinen des Typs E-3 Sentry zu sehen. Al-Dhafra dient auch als Basis für Aufklärungsflüge mit Drohnen des Typs RQ-4 „Global Hawk“ und zweier Spionageflugzeuge vom Typ  U-2, für die Spezialhangars aufgestellt wurden.

Raketen-Abwehrschirm am Golf

Die USA und die mit ihnen verbündeten Anrainerstaaten am Persischen Golf wollen den letzten Schritt zu einem vollständigen Abwehrschirm für iranische Raketen machen: Nach Meldungen der Nachrichtenagentur Reuters wollen die USA dem Emirat Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten das THAAD-Raketenabwehrsystem verkaufen. Der Rüstungsdeal im Wert von 7,6 Milliarden US-Dollar dürfte den Schlussstein für ein regionales Raketenabwehrnetz darstellen.

Die „Terminal High-Altitude Area Defense“ (THAAD) besteht aus mehreren Startern für Raketen und einem phasengesteuerten AN/TPY2-Radar. Die achtfach schallschnellen Raketen eignen sich zur exoatmosphärischen Abwehr anfliegender Kurz- und Mittelstreckenraketen und zerstören ihr Ziel durch den Rammstoß mit einem kinetischen Gefechtskopf. Das THAAD-System ist vernetzt mit dem seegestützten Aegis-Abwehrsystem, dem zur Punktverteidigung bestimmten Patriot-System und ist über Link16 mit sämtlichen Teilen des weltweiten US-amerikanischen Verteidigungsnetzes gegen ballistische Raketen verbunden.

Laut Reuters soll Katar zwei THAAD-Batterien mit zusammen zwölf Startern und 150 Raketen erhalten, die VAE erhalten neun Starter und 48 Raketen. Derzeit ist in Katar, auf der US-amerikanischen Luftwaffenbasis Al-Udeid, bereits eine THAAD-Batterie stationiert. Auf dem Gelände der Luftwaffenbasis Al-Dhafra in den VAE sind die Vorbereitungen zum Aufbau einer weiteren THAAD-Batterie abgeschlossen. Ob dort das von der Regierung der VAE gekaufte System stationiert werden soll oder ob es sich um eine weitere US-Einrichtung handelt, ist unklar.

 

UPDATE und Bestätigung:
Hier das offizielle Papier zur Meldung der Defense Security Cooperation Agency DSCA der USA. Zum Paket gehört auch ein nicht näher spezifiziertes Early Warning Radar (EWR).

Haben wir etwas übersehen? – Vier Fragen zur iranischen Bombe

Derzeit verdichten sich die Anzeichen für einen US-amerikanischen Angriff auf Iran. Seit Monaten schon bringen die USA zu Lande, zu Wasser und in der Luft Kampfeinheiten gegen den Iran in Stellung. Zwar wird alles als“Routine“, „lange geplant“ und „nicht gegen Iran gerichtet“ etikettiert, und alles geschieht eher nebenbei, unauffällig, ohne großes Tamtam. Allein, es geschehen innerhalb dieser Stationierungs-Events Dinge, die so noch nicht geschehen sind. Und die Zusammensetzung der Angriffsformation ist eindeutig.

Sollte also wirklich ein Angriff gegen den Iran in den nächsten Wochen bevorstehen, dann stellt sich die Frage nach dem warum. Der Iran beteuert, nicht an einer Nuklearwaffe zu arbeiten. Auch die IAEA hat keine Anzeichen dafür entdecken können, obwohl es Ungereimtheiten gegeben hat. Nur Israel scheint immer hysterischer zu werden, während die USA, zumindest an der Oberfläche, gelassen scheinen.

Nach Ansicht von Fachleuten aus dem Dunstkreis der Bombe gibt es allerdings trotz fehlender Indizien für den Bau einer Nuklearwaffe in Iran eine Restunsicherheit. Diese kann in vier Fragen erfasst werden, deren Beantwortung sehr viel klarstellen könnte.

1. Enthalten die Bestrahlungsabteilungen des Druckwasserreaktors von Buschehr Wismut? Eine Antwort auf diese Frage hat die iranische Regierung der IAEA verweigert. Bei der Bestrahlung von Wismut  ensteht Polonium 210, das zusammen mit Beryllium als Neutronen-Initiator bei der Zündung einer einfachen Uran- oder Plutonium-Bombe unverzichtbar ist. Jedenfalls dann, wenn man nicht – wie alle fortgeschrittenen Atommächte – Beschleuniger einbaut, die im richtigen Moment einen Neutronenschauer produzieren. Polonium hat eine Halbwertszeit von 138 Tagen. Das bedeutet, wenn man stets frisches 210Po für eine Nuklearwaffe parat haben möchte, muss man es beständig produzieren.

2. Besitzt, importiert oder bestellt der Iran „Polonium-Kämme“? Mit 210Po dotierte Kämme werden heute verbreitet bei Hochleistungsdruckmaschinen im Zeitungswesen eingesetzt. Die nur haarscharf über den Papierbahnen schwebenden Vorrichtungen dienen dazu, die statische Aufladung von Papier zu beseitigen, die notwendigerweise bei den hohen Papierlaufgeschwindigkeiten in modernen Zeitungsdruckereien entsteht. Aus diesen Kämmen ließe sich durchaus mit etwas Aufwand eine ausreichende Menge Polonium für einen Neutronen-Initiator gewinnen.

3. In Iran wurden im letzten Jahr zwei Americium-Quellen gestohlen. Wo sind sie? Die Vorfälle wurden nie aufgeklärt, die Quellen tauchten nie wieder auf. Americium 241 kann als Ersatz für Polonium 210 verwendet werden. Auch damit ist es möglich, einen Neutronen-Initiator zu bauen, wie beispielsweise Indien bei der  Zündung seiner ersten Bombe 1974 bewiesen hat. Das Americium dazu stammte übrigens aus Deutschland.

4. Hat Iran in den letzten Jahren Kalium-Gadolinium-Wolframat-Kristalle importiert? Weltweit sind nur zwei Unternehmen bekannt, die diese Kristalle, inzwischen kiloschwer, produzieren: eine Firma in Litauen und ein Unternehmen in Tomsk. Mithilfe dieser Kristalle ließe sich ein Raman-Konverter bauen, der die Wellenlänge eines CO2-Lasers so verändern könnte, dass damit die Laseranreicherung von Uran funktioniert. Dieses so genannte SILEX-Verfahren sorgt derzeit in den USA für heftige politische Diskussionen um die Frage, ob und wie dieses Verfahren unter Verschluss gehalten werden könnte. Mithilfe der Laseranreicherung ließe sich etwa auf der doppelten Fläche einer Autowerkstatt eine Anlage bauen, die die Anreicherung von 20prozentigem 235U in waffenfähiges 90prozentiges 235U leicht vollzieht und dabei nicht einmal einen Starkstromanschluss braucht.

Irans Atomanlagen: Die Angriffs-Anzeichen verdichten sich

David Rothkopf, ein früherer Mitarbeiter der Clinton-Regierung hat jetzt offen ausgesprochen, was sich seit längerem andeutet: Die USA und Israel planen einen begrenzten Angriff auf die Uran-Separationsanlagen in Iran.

Militärisch sagt Rothkopf nichts Neues: Israel sei nicht in der Lage, allein Bomben mit der nötigen Durchschlagskraft ins Ziel zu bringen, der Angriff würde mit bemannten Luftfahrzeugen und Drohnen geführt und soll im Idealfall wenige Stunden und ungünstigstenfalls „einige Tage“ dauern.

Auch der Hinweis, dass ein begrenzter Militärschlag für Obamas Regierung politisch am ehesten zu verkraften sei, ist nicht neu. All diese Zutaten sind bekannt. Die immer rührige WWW-Gerüchteküche bringt allerdings etwas Schärfe in das Menü: Noch vor den US-Wahlen im November soll danach der Angriff erfolgen.

Das könnte auch Israels Ministerpräsident Netanjahu ins Konzept passen. Der sonnt sich gerade in guten Umfragewerten und plant deshalb, die Parlamentswahlen in Israel auf Anfang 2013 vorzuverlegen. Da würde ein erfolgreicher Schlag gegen Iran gut ins Konzept passen. Und er könnte auch die Scharte auswetzen, die er sich mit seinem wenig erfolgreichen Auftritt vor der UN-Vollversammlung eingehandelt hatte.

US-Kampfflugzeuge gen Nahost

Eine ganze Reihe von Verlegungen von Kampfflugzeugen Richtung Naher Osten und keine offiziellen Erklärungen dazu:

  • September 2012: AC-130U, MC-130H und HC-130N und P werden aus den USA in den Mittelmeerraum verlegt.

Inzwischen ist auch Stratfor wachgeworden, wie üblich ein bißchen später …